Dorothea_Moser

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  • Veröffentlicht am 4. Dezember 2018 in AK Liturgie und Musik.

    Lieber AK Liturgie,

    für das kommende Treffen möchte ich meine Dropbox zur Reihe „Glaube mal anders.“ mit euch teilen. Darin findet ihr ein Konzept der Reihe, bisherige Veranstaltungen und Ideen für die Zukunft. Ich lade euch herzlich ein,  diese Dokumente zu durchstöbern, da sie einen guten Überblick über die Reihe liefern. Ich wünsche euch eine gesegnete Woche und freue mich auf eure Fragen und Anregungen am Montag.

    https://www.dropbox.com/sh/mhfyhqbz8pszq3w/AACaXUNUjorh4XOFmtZJojwra?dl=0

    Liebe Grüße, Dorothea

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  • Veröffentlicht am 12. Oktober 2018 in Unterstützung benötigt!.

    Liebes KSHG-Team,

    nachdem ich beim Semester-Eröffnungsgottesdienst das vorläufige Leitbild gehört habe, möchte ich euch für die Mühe danken, die ihr in die Entwicklung eines neuen Leitbildes steckt. Darüber hinaus möchte ich euch eine ausführliche Rückmeldung zu dessen Inhalt geben.

    Der gewählte Bibelvers Jer 6:16 beschreibt in meinen Augen hervorragend den studentischen Lebensabschnitt und das Ringen junger Menschen um Sinn im Leben. Gleichzeitig ist dieser Ansatz deskriptiv und bleibt für mich klar hinter dem Sinn eines LEIT-Bildes zurück. Ich lese in der bisherigen Ausarbeitung zahlreiche, angestrebte Ansätze und Methoden: Auf Menschen zugehen, sie dort abholen, wo sie stehen, und gemeinsam auf Selbstsuche gehen. Das halte ich in zweiter Instanz auch für wichtig. Ein Leitbild, die erste Instanz, sollte meiner Meinung nach dem Ausdruck verleihen, was das Herzstück der Gemeinde ist. Dieser Kern von Kirche, nämlich der Glaube an und die Begegnung mit Jesus Christus, wird für mich im bisher erarbeiteten Leitbild nicht deutlich.

    Die „Frage nach dem Guten“ – die stellt sich jeder Mensch. Die christliche Kirche zeichnet sich als Organisation in dieser Welt jedoch dadurch aus, dass sie glaubt, das Gute gefunden zu haben. In Jesu Tod, Auferstehung und der Bedeutung dessen für jeden Einzelnen (Identität, Vergebung, Freiheit, etc.) liegt die Begründung der Existenz unserer Kirche. Das heißt nicht, dass wir Jesu Gegenwart immer mit Händen greifen können oder seinen Willen für diese Welt immer verstehen. Deshalb schätze ich den Ansatz des Leitbildes, als Gemeinde gemeinsam miteinander zu suchen. Dennoch wünsche ich mir, dass klar wird, wo wir suchen. Die Kirche irrt nicht orientierungslos umher, sondern bietet den wundervollen Rahmen, alle Lebensfragen vor dem Hintergrund des Lebens und Wirkens Jesu zu betrachten. In all den vielfältigen Formaten, von Yoga bis hin zum Hauskreis, sollte dieser „Hintergrund“ Jesus durchscheinen und lebendig werden. Nicht immer mit Worten, aber spürbar.

    Bei Jesus in die Lehre gehen, mein Leben mit ihm gestalten, das ist Nachfolge Jesu bzw. Jüngerschaft. Jesus selbst bezeichnet das als zentralen Punkt des Christ-Seins und so glaube ich, dass Jüngerschaft ein gutes Leitbild für die KSHG wäre. Interessanterweise ist Mt 11:28-29 eine Parallelstelle zu Jer 6:16. „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.“ Hier wird klar, wer uns Ruhe verschafft und wem wir nachfolgen dürfen.

    Ein anderes Symbol, das für mich als Leitbild geeignet scheint, ist das Licht. „Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8:12) Jesus selbst will unser Licht sein und uns Orientierung geben. An anderer Stelle macht er außerdem klar, dass wir als Christen sein Licht in die Welt bringen und seine lebendigen Zeugen sein sollen (Mt 5:14). Jesus begegnen, sein Licht tanken und daran selbst zur sprudelnden Quelle für andere werden (Joh 4:14) – das ist, was die Jünger Jesu als frühe Kirche lebten, und entspricht dem Geist des zweiten Vatikanischen Konzils.

    Die Herausforderung ist: Wie weit müssen unsere Worte weltlich werden, um gehört und verstanden zu werden? Wie explizit werden wir beim Leitbild, ohne Menschen abzuschrecken? Jesus wird nicht ohne Grund als Eckstein bezeichnet, an dem sich die versammelte Gelehrtengemeinschaft gestoßen hat. Und trotzdem, seine unbequemen Worte haben Menschen aufgerichtet und sie sind durch die Begegnung mit ihm geheilt worden. Bei IHM „finden wir Ruhe für unsere Seele“. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Menschen von authentischem, entschiedenen Glauben angezogen werden. Er macht sie hungrig, nach mehr zu fragen. Deshalb glaube ich, dass wir die Quelle christlichen Glaubens klar bezeichnen sollten. Um verständliche Worte ringend, ja, aber mit großer Klarheit und einer Prise Mut. Traut euch, Jesus beim Namen zu nennen, insbesondere fürs Leitbild.

    Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Ratswochenende.

    Viele Grüße, Dorothea

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